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  • 9. Juni 2026

    Mein Leben als Bauarbeiter: Der heiße Stuhl mit Loch und die Dauertänze mit der Hässlichsten (Teil 2)

    Mein Leben als Bauarbeiter: Der heiße Stuhl mit Loch und die Dauertänze mit der Hässlichsten (Teil 2)

    Niemand hat mir bisher überzeugend erklären können, sieht man von banalen historischen Gründen ab, warum ein Land sich seine fernste, versteckteste Stadt zur Hauptstadt wählt. Wir Bogotaer sind nicht schuld an unserer Verschlossenheit, unserer Kälte und Distanziertheit, denn so ist unsere Stadt, keiner darf uns dafür verantwortlich machen, dass wir Fremde misstrauisch empfangen, denn wir sind nicht an sie gewöhnt. Diese Sätze habe ich vor einem Jahr in Juan Gabriel Vásquez‘ Roman Das Geräusch der Dinge beim Fallen gelesen. Und diesen Satz hier habe ich vor einer Woche von Francisco gehört: »Heute müssen wir mit der Hässlichsten tanzen.« Es war…

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    Kolumbianisches Tagebuch, Kolumnen
    ÖPNV, bailar con la más fea, Baustelle, Bolívar, heißer Stuhl, Jemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten, Juan Gabriel Vásquez‘, Quinta, Sprichwörter, Tanzen, TransMilenio
  • 13. Mai 2026

    Mein Leben als Bauarbeiter: Helden wie wir (Teil 1)

    Cambio de aire. Soso. Ich war ja bei den Tapeten, die man wechselt, aber das Wörterbuch kennt nur die Luftveränderung. Dann soll es so sein, und Tapeten hat ja ohnehin kaum noch ein Mensch. Das also suche ich, das versuche ich: ein anderes Leben. Ein Leben ohne Politik nach so vielen Jahren in und mit der Politik. Abstand. Abenteuer. Ankommen in Kolumbien. Cambio de aire heißt am ersten Tag: Schippe in die Hand, schaufeln, schaufeln, schaufeln. Wir mischen erst Sand mit Erde, dann kommt Zement hinzu, dann Wasser. Daraus pressen wir sogenannte Bloques de tierra comprimida, graue, rechteckige Steine. Das…

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    Kolumbianisches Tagebuch, Kolumnen
    Arbeiten in Kolumbien, Baustelle, Bogotá, Bolívar, Held der Arbeit, Kolumnen, Politik, Quinta, Sprichwörter, Tagebuch
  • 18. Dezember 2025

    Der Kakerlakes Kern

    Ich habe meinem Agenten und meinem Lektor, die ich jeweils selbst bin, eine Kolumne über Kakerlaken vorgeschlagen; genauer gesagt: einen Ländervergleich Argentinien – Kolumbien – Ukraine die Kakerlake betreffend, aber zugleich weit über diese hinausweisend. Mein Agent und mein Lektor waren von meinem Vorschlag wenig begeistert, es fielen, wenn ich mich richtig erinnere, die Wörter »Schnapsidee« (Agent) und »Vorsicht« (Lektor). Aber große Werke entstehen ja oft genug gegen den Widerstand auch vermeintlich Wohlwollender. Ich glaube an meinen Stoff, ich vertraue der Kakerlake. Und überhaupt, wie sähe die Weltliteratur ohne die Tiere aus?Die Dornenvögel.Moby Dick.Kafkas Samson.Richard Parker im »Schiffbruch mit Tiger«.…

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    Kolumbianisches Tagebuch, Kolumnen
    a la orden, Argentinien, Bogotá, Buenos Aires, Höflichkeit, Kakerlaken, Kolumbien, Literatur, Montevideo, Odesa, Reisen, Tiere, Ukraine, Urlaub, Uruguay
  • 24. Oktober 2025

    Qué su nombre no sea García Márquez

    Messi. – Así es como el amigo alemán en Buenos Aires llamaba a su gato argentino. Simplemente Messi. En este contexto, la palabra «entonces» es importante. Porque estamos hablando de los primeros años de la década de 2010, cuando Messi (el felino) aún no era el santo popular que es hoy en Argentina. Leo jugaba de manera sobresaliente en el Barcelona y solía decepcionar cuando vestía la camiseta de la Albiceleste. No había sido campeón del mundo ni bicampeón de la Copa América. Era la promesa incumplida de una nación loca por el fútbol, un sucesor aún por llegar del…

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    Columnas, Crónica Colombiana
    Alemania, Argentina, Berlín, García Márquez, Lionel Messi, Literatura, Pablo Escobar. Fútbol
  • 24. Oktober 2025

    Sein Name sei nicht García Márquez

    Messi. – So hat damals der deutsche Freund in Buenos Aires seinen argentinischen Kater genannt. Einfach nur Messi. Wichtig ist in diesem Zusammenhang das Wörtchen »damals«. Denn damals – wir reden über die frühen Zehnerjahre – war Messi (der Zweibeiner) noch nicht Argentiniens Volksheiliger, der er heute ist. Leo spielte in Barcelona überragend und enttäuschte meistens, wenn er das weißhimmelblaue Trikot der Nationalmannschaft trug. Er war weder Weltmeister noch zweimaliger Gewinner der Copa América. Er war das uneingelöste Versprechen einer fußballverrückten Nation, ein Immer-noch-nicht-Nachfolger des Goldjungen Diego Maradona. Ich mochte keine Katzen, aber ich fand den Namen überragend. Ein deutscher…

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    Kolumbianisches Tagebuch, Kolumnen
    Argentinien, Bogotá, Drogen, Escobar, García Márquez, Kolumbien, Literatur, Messi, Narcos

La CróniCa Colombiana

Qué su nombre no sea García Márquez

… Hace tres semanas nos mudamos a Bogotá. Debo admitir que llegué al país sin saber mucho. Había leído dos novelas del escritor Juan Gabriel Vásquez, muy de moda con razón, había hojeado un poco la guía de viaje y aún no había elegido ningún club de fútbol al que unirme. Y, en realidad, solo conocía a dos colombianos realmente importantes. Uno es Gabriel García Márquez, el escritor excepcional.
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